Kapo Zürich warnt vor neuer Version des alten Enkeltricks
Dass sich Kriminelle bei ihren Opfern manchmal als deren Verwandte ausgeben, ist nicht neu. Neuerdings melden sich die Gauner jedoch auch per Messenger, wie die Kantonspolizei Zürich berichtet.

Wer per Whatsapp oder Messenger von einer unbekannten Nummer kontaktiert wird, sollte stutzig werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich der Absender der Nachricht als Kind der angeschriebenen Person ausgibt. Denn laut einer Warnung der Kantonspolizei Zürich gehen Kriminelle mit solchen Nachrichten auf Opferfang.
Ihre Masche beginnt dabei mit einer Nachricht im Stil von "Hallo Mama, mein Handy ist kaputt. Das ist meine neue Handynummer…", schreibt die Kapo Zürich. Wer auf solche Nachrichten antworte, dem erklären die Absender "nach einigen belanglosen "Nachrichten", dass sie dringend Geld bräuchten und wegen des kaputten oder gestohlenen Handys nicht auf ihr Bankkonto zugreifen könnten. Danach schicken sie dem Opfer eine andere Bankverbindung zu und fordern es auf, Geld dorthin zu überweisen.
Diese Art der Betrügerei ist nicht neu. Tatsächlich erinnert sie stark an den sogenannten Enkeltrick. Dabei melden sich Betrüger oft telefonisch bei älteren Menschen, geben sich als deren Enkelkinder aus und behaupten, in dringenden Geldproblemen zu stecken.
Drei Ratschläge erteilt die Kapo Zürich Personen, die per Whatsapp, SMS oder Messenger von den Kriminellen Kontaktiert werden:
-
Überweisen Sie kein Geld;
-
Brechen Sie jeglichen Kontakt zur Täterschaft ab;
-
Kontaktieren Sie Ihre Kinder über die alte und bekannte Mobiltelefonnummer.
Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte laut der Kapo Zürich sobald wie möglich die Bank oder den gewählten Money Transmitter kontaktieren, um die getätigte Zahlung zu stoppen. Ist ein Schaden entstanden, sollte man sich bei der örtlichen Polizeistelle melden und eine Anzeige erstatten.
Auch nicht neu sind Betrügereien im Namen der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Zuletzt gingen Cybergauner mit einer angeblichen Rückerstattung für ein Ticket auf Opferfang, wie Sie hier lesen können.
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